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Sommersemester 2019:
„Fiesta Latina”

Ein mitreißender Sommerabend voll lateinamerikanischer Rhythmen erwartet die Besucher des Konzerts der Musikfreunde am 13. Juli um 19 Uhr in der Heidelberger Stadthalle. Weltbekannte sinfonische Tänze wechseln sich mit leidenschaftlichen Tangos für Bandoneon und Orchester u.a. von Astor Piazzolla ab. Nie in deutschen Konzertsälen gespielte lateinamerikanische Raritäten werden erstmals zu hören sein.

Ein lateinamerikanisches, musikalisches Feuerwerk versprechen die Musikfreunde ihren Besuchern vor der Schlossbeleuchtung. Mitreißend, kraftvoll und leidenschaftlich präsentieren sich feurige südamerikanische Tänze wie der Danzón No. 2 oder die „Conga del fuego”. Besinnlich-innige Klänge eines Vals poético oder einer andächtigen Estancia sorgen für wohlverdiente Ruhemomente. Das bunte, kurzweilige Programm wird voll von Schätzen und Raritäten sein, die in Deutschland gänzlich ungespielt sind.

Für leidenschaftliche Bandoneonklänge konnten die Musikfreunde die zwei international renommierten Solisten Héctor Ulises Passarella und Roberto Passarella zur Reise aus der Ferne nach Heidelberg gewinnen.

Wintersemester 2018/19:
Dmitri Kabalewski – „Musik für die Jugend”

Ein Abend mit Werken von Dmitri Kabalewski – unterhaltsam, eingängig und lebendig: Zeit seines Lebens hat sich der Komponist für die Musikalisierung von Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Dabei entstanden wunderbare Werke wie sein Klavierkonzert Nr. 3 oder seine in Deutschland völlig unbekannten Lieder für Kinderchor und Orchester. Eine weitere Rarität wird seine 4. Sinfonie sein. Die heitere Ouvertüre zur Oper „Colas Breugnon” sowie die Komödianten-Suite gehören zu seinen besonders unterhaltsamen Kompositionen, die ebenfalls am 16.02.2019 um 19.00 Uhr in der Heidelberger Stadthalle zu hören sein werden. Zu diesem Raritätenkonzert werden die Musikfreunde Heidelberg die Tochter des Komponisten als Ehrengast begrüßen dürfen.

Dmitri Borissowitsch Kabalewski gehörte in Russland zu den bekanntesten und geschätzten Komponisten des zwanzigsten Jahrhunderts. Vor allem durch sein Wirken für die musikalische Bildung von Kindern und Jugendlichen wurde er mit zahlreichen eingängigen und volkstümlichen Kinderliedern, Solokonzerten für Jugendliche und seinem umfassenden Klavierwerk für Kinder zu einem prägenden Komponisten. In Deutschland ist sein symphonisches Schaffen nahezu unbekannt, doch junge Klavierschüler lieben seine Werke.

Der Mannheimer Kinder- und Jugendchor DOREMI wird zusammen mit dem Orchester der Musikfreunde Heidelberg drei Lieder in russischer Sprache aufführen, die wohl jedes Kind in Russland kennt – die Fassungen für Chor und Orchester sind verschollen und werden erstmals in Deutschland und nach dem Original instrumentiert aufgeführt.

Das Konzert Nr. 3 in D-Dur für Klavier und Orchester („Für die Jugend”) ist eines von drei Konzerten, die Kabalewski für junge Musiker geschrieben hat. Für das dreisätzige, kurzweilige Stück konnten die Musikfreunde den Pianisten Stanislav Novitskij gewinnen. Die Komödianten-Suite ist das wohl bekannteste Werk Kabalewskis in Deutschland. Aus dieser heiteren Suite werden die Musikfreunde Auszüge spielen. Zu den bedeutenden russischen Opern des zwanzigsten Jahrhunderts zählt „Colas Breugnon”. Die spritzige Ouvertüre zur Oper spiegelt ein eindringliches Porträt des optimistischen, mitteilungsbedürftigen Protagonisten Breugnon wider. Ein ausdruckstarkes und nahezu ungespieltes Meisterwerk ist Kabalewskis letzte Sinfonie Nr. 4. Mitreißend rhythmisch, vereinnahmend klangvoll und lyrisch bewegend gehört sie zu den besonderen Raritäten des Abends.

Eigens für dieses Komponistenportrait reist die Tochter Maria Kabalewskaja aus Russland als Ehrengast an.

SS 2018:
„Tour de France”

Zeitgleich zur „Tour de France 2018” werden die Musikfreunde Heidelberg am Samstag, den 14. Juli 2018 – der Fête Nationale – in der Heidelberger Stadthalle ab 19.00 Uhr eine musikalische Reise durch die französische Konzertliteratur unternehmen. Werke unterschiedlichster Couleur von Bizet, Debussy, Fauré, Ibert, Saint-Saëns, Ravel u.v.m. werden zu hören sein.

Gleich zwei Vertonungen antiker Trinkgelage – der populäre „Danse Bacchanale” aus der Oper Samson et Dalila von Camille Saint-Saëns und die gänzlich unbekannte Bacchanale von Jacques Ibert – stehen auf dem Konzertprogramm. Demgegenüber laden zwei Pavanen von Maurice Ravel und Gabriel Fauré zum Träumen ein.

Zu den bekannten französischen Kompositionen zählen der „Danse macabre” von Saint-Saëns, der „Can-Can” aus der Operette Orpheus in der Unterwelt von Jacques Offenbach oder die Carmen-Suite von Georges Bizet, die dem Konzertabend auch einen Hauch spanischer Luft verleiht.

Auszüge aus dem romantischen Ballett „masques et bergamasques” von Gabriel Fauré, die heitere Farandole von Georges Bizet und weitere feinsinnige und kuriose französische Miniaturen versprechen einen kurzweiligen Abend.

Für die sich anschließende Schlossbeleuchtung finden die Konzertgäste in wenigen Metern Entfernung beste Aussicht auf Alte Brücke und Schloss.

WS 17/18:
"Sergej Prokofjew"

Ein sinfonischer Abend mit Prokofjew von seiner publikumsnahen Seite – charmant, unterhaltsam und romantisch: Neben Auszügen aus seinem weltbekannten Ballett „Romeo und Julia” werden am 17. Februar 2018 ab 19.00 Uhr in der Stadthalle Heidelberg Walzer aus seinen Filmmusiken und Opern zu hören sein. Seine spätromantische letzte Sinfonie Nr. 7 beschließt den Abend. Karten für dieses Konzert erhalten Sie hier.

Zu den ausdrucksstärksten und bekanntesten Vertonungen von Shakespeares „Romeo und Julia” zählt die Ballettmusik von Prokofjew. Seine gleichnamigen Suiten führen das Publikum von entzückender Kindlichkeit und junger Liebe zu schwerer Dramatik.

In seiner nahezu unbekannten Walzer-Suite op. 110 verknüpft Prokofjew Material aus verschiedenen Werken zu einer neuen Einheit. Walzerthemen aus dem Ballett „Aschenbrödel”, der Oper „Krieg und Frieden” und dem Film „Lermontow” bilden diese abwechslungsreiche Sammlung. Auch andere Filmmusikkomponisten wie John Williams zitieren gerne aus diesen Werken.

Mit seiner letzten, 7. Sinfonie wollte Sergej Prokofjew ansprechende Musik für ein breites Publikum schaffen. So ist die Musik von lyrischer Stimmung, raffinierter Harmonik und spannender Rhythmik geprägt.

SS2017: "Very British!"

Zu einer royalen Reise von den Hebriden bis nach Cornwall laden die Musikfreunde Heidelberg am 8. Juli 2017 um 19 Uhr in die Stadthalle Heidelberg ein. Bei dem äußerst britischen Sinfoniekonzert werden neben bekannten und populären Stücken wie Elgars „Pomp and Circumstance“ auch besondere Raritäten von Ralph Vaughan Williams, Malcolm Arnold, Henry Wood, Frederick Delius uvm. zu hören sein.

Die Reise startet auf der schottischen Inselgruppe, den Hebriden. Dort hatte sich schon Felix Mendelssohn Bartholdy 1829 zu seiner gleichnamigen Ouvertüre inspirieren lassen. Schönste Landschaftsbeschreibungen der größten europäischen Insel gibt es in „The Land of the Mountain and the Flood“ von Harnish MacCunn. Der Oscar-Preisträger Malcolm Arnold verführt das Publikum mit seinen Scottisch, Irish, English und Cornish Dances in alle Regionen Großbritanniens.

Im Gegensatz zu den unaussprechlichen Ortsnamen in Wales ist die eher unbekannte „Welsh Rhapsody“ von Edward German ein Genuss für die Ohren. Eine ebenso unbekannte Rarität, allerdings von einem sehr bekannten Komponisten, ist die kuriose und wilde Ouvertüre „The Wasps“ von Vaughan Williams; bezaubernd dagegen entführt "La Calinda“ von Frederik Delius aus seiner Oper "Koanga" in eine andere Welt. Tief romantisch und entsprechend emotional geht es bei Percy Graingers "Irish Tune from County Derry“ oder auch bei Edward Elgars "Nimrod" zu.

Apropos Elgar... Was natürlich nicht fehlen darf: das britische "O sole mio“, das man in England einfach No 1 nennt: "Pomp and Circumstance No 1" von Sir Edward Elgar.

Für die sich anschließende Schlossbeleuchtung finden die Konzertgäste in wenigen Metern Entfernung beste Aussicht auf Alte Brücke und Schloss.

2016/17: Wir lieben Brahms!

Am Abend des 11. Februar 2017 kommen Brahmsliebhaber und Freunde virtuoser Klaviermusik gleich doppelt auf Ihre Kosten: Mit dem großen zweiten Klavierkonzert und der spannungsvoll-idyllischen dritten Sinfonie von Johannes Brahms feiert der Dirigent René Schuh sein 25-jähriges Jubiläumsjahr mit den Musikfreunden Heidelberg. Neben diesen beiden beliebten Werken des romantischen Komponisten werden an diesem Samstagabend in der Stadthalle Heidelberg drei seiner Ungarischen Tänze zu hören sein.

Als „ein ganz ein kleines Klavierkonzert geschrieben mit einem ganz kleinen zarten Scherzo” kündigte Brahms sein zweites Klavierkonzert an und bewies damit sein typisches Understatement. Tatsächlich hatte er damit quasi eine neue Form erschaffen, die man eher als „Sinfonie mit Soloklavier” bezeichnen könnte: In dem 50-minütigen, viersätzigen Werk verschmelzen Klavier und Orchester zu einem großartigen Ganzen.

Als versierte Pianistin konnten die Musikfreunde Makiko Nakamura gewinnen. 1984 in Japan geboren erhielt sie bereits im Alter von drei Jahren Klavierunterricht. Sie studierte Klavier an der Tokyo University of the Arts und ab 2011 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Prof. Andreas Pistorius; 2014 schloss sie die „Solistische Ausbildung” an. Meisterkurse bei Prof. Arne Torger, Prof. Bernd Goetzke und Prof. Alexander Jenner gaben weitere Impulse. Makiko Nakamura ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe, unter anderem beim Wettbewerb „Junge Pianisten” in Tokio und beim „Internationalen Musikwettbewerb Osaka”.

Brahms dritte Sinfonie F-Dur wird gerne als seine Schönste bezeichnet. Mit ihr feierte Brahms 1883 einen seiner größten Erfolge. Antonín Dvořák lobte die „herrlichen Melodien” und Clara Schumann war begeistert: „Welch ein Werk, welche Poesie, die harmonischste Stimmung durch das Ganze, alle Sätze wie aus einem Gusse, ein Herzschlag, jeder Satz ein Juwel”.


SS2016: Viva l'Italia

Zu einer bunten Reise durch Italien laden die Musikfreunde Heidelberg die Zuhörer ihres Sommerkonzerts in der Heidelberger Stadthalle am 9. Juli um 19.00 Uhr ein. Gemeinsam mit Verdi, Rossini, Puccini und weiteren italienischen Komponisten reist das Sinfonieorchester durch die musikalische Landschaft des schönen Mittelmeerlandes. Auch große Opernarien dürfen dabei natürlich nicht fehlen.

Auf die große Bühne der Mailänder Scala führt die Ouvertüre der Oper „La forza del destino” von Giuseppe Verdi. Große Gefühle transportiert dort auch die Liebesarie „Una furtiva lagrima" aus der Opera buffa „L'elisir d'amore” von Gaetano Donizetti. Solist ist der Tenor Seung Ju Bahg, der mit der Arie „Nessun dorma” aus der Oper „Turandot” von Giacomo Puccini auch eine der berühmtesten Tenorarien darbieten wird.

In Nizza wagt das Orchester einen Blick in einen geheimnisvollen Zauberladen, wo zum heiter-fröhlichen Ballett „La boutique fantasque” von Gioachino Rossini (instrumentiert von Ottorino Respighi) nachts die Puppen heimlich tanzen. Weiter geht es aufs Land bei Siena, wo die Musiker „Suor angelica” aus der einaktigen Oper von Giacomo Puccini mit dem bewegenden Intermezzo besuchen. In Rom und so im Herzen Italiens angekommen, schreitet das Orchester zu den Klängen der sinfonischen Dichtung „Pini di Roma” von Ottorino Respighi die von Pinien gesäumten Straßen der ewigen Stadt entlang.

Ein besonderes Instrument, dessen außergewöhnlicher Klang die abwechslungsreiche Reise vervollständigt, würdigt schließlich der junge italienische Komponist Massimo Graziato mit seiner Meditation für Celesta, die an diesem Abend uraufgeführt wird.

WS2015/16: „Ein Abend mit Dvořák”

Zwei großartige Werke von Antonín Dvořák spielen die Musikfreunde Heidelberg am 20. Februar 2016 um 19 Uhr in der Stadthalle Heidelberg: sein Konzert für Violoncello h-Moll – das bekannteste Cellokonzert schlechthin – und seine große 7. Sinfonie. Die beiden Werke könnten unterschiedlicher nicht sein und zeigen Dvořáks kompositorische Vielfalt, indem sie den weiten Bogen von folkloristischer Romantik zu kraftvoll-dramatischer Sinfonik spannen.

„Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann? Hätte ich es gewusst, hätte ich schon vor langer Zeit eines geschrieben.” Mit diesen Worten lobte Johannes Brahms das Werk seines Freundes Antonín Dvořák. Das hochvirtuose Konzert mit den einprägsamen Themen ist ein Meilenstein der Cello-Literatur, das durch böhmischer Folklore und Eindrücke aus Amerika geprägt ist.

Der Solist Domenico Milone wurde 1985 in L'Aquila geboren und spielte im italienischen Jugendorchester unter Dirigenten wie Riccardo Muti, Claudio Abbado und Eliahu Inbal. In Florenz, Paris, Detmold und Mannheim studierte er Cello mit den Schwerpunkten Orchester- und Kammermusik, unter anderem bei Boris Baraz und Alexander Gebert. Gegenwärtig vervollständigt er seine Studien bei Michael Flaksman an der Staatlichen Hochschule für Musik in Mannheim. Mit dem Detmolder Kammerorchester musizierte er als Solocellist und mit den Mannheimer Philharmonikern als zweiter Solocellist.

„Wo immer ich gehe und stehe, habe ich nichts anderes im Kopf als dieses Werk, das die Welt bewegen soll und, so Gott will, auch bewegen wird”, schrieb Dvořák während der Komposition seiner 7. Sinfonie. Dieses Ziel hat er erreicht: Die Sinfonie wurde begeistert aufgenommen und gilt auch heute als eines der herausragenden Werke Dvořáks, das in seinem Kompositionsstil die Nähe und Freundschaft zu Brahms merklich unterstreicht.

SS2015: Skandinavische Sommernacht

Fröhliche Tänze, ein erfrischender Sommerregen und ein Besuch in der Halle des Bergkönigs - in den lauen Sommer Skandinaviens versetzt das Sinfoniekonzert der Musikfreunde Heidelberg am 11. Juli um 19.00 Uhr in der Stadthalle Heidelberg. In dem moderierten Konzert entführen unter anderem die „Karelia-Ouvertüre” von Jean Sibelius und die „Peer-Gynt-Suite” von Edvard Grieg in eine stimmungsvolle Sommernacht im Norden.

Edvard Grieg, Jean Sibelius, Hugo Alfvén, Johan Svendsen - sie alle ließen sich von den außergewöhnlichen Landschaften Skandinaviens, seinen alten Volksweisen und Sagen inspirieren und schufen so eine intensive, naturverbundene Musik. Beim diesjährigen Sommerkonzert der Musikfreunde Heidelberg beschwört der Moderator Ramon Manuel Schneeweiß mit ausgewählten sinfonischen Dichtungen dieser Komponisten die Atmosphäre einer skandinavischen Sommernacht herauf, in der alle gemeinsam die helle Jahreszeit mit Tanz und Gesang feiern.

Dabei werden die Zuhörer den skandinavischen Sommer in all seinen Facetten erleben: Sommerliche Lebensfreude verströmen Griegs „Norwegische Tänze” und Johan Svendsens „Norwegische Rhapsodien” mit energiegeladenen Orchesterklängen. Rhythmisch fesselnd ist das „Nordische Capriccio” von Hugo Alfvén. Die stimmungsvolle Mittsommernacht besingt der Tenor Tae Hwan Yun mit der populären schwedischen Volksweise „Visa vid midsommartid”.

Von dem schönen Landstrich Karelien im Südosten Finnlands erzählt die „Karelia-Ouvertüre”, die Jean Sibelius über die von ihm geliebte Landschaft komponiert hat. In Edvard Griegs „Peer-Gynt-Suite” und Hugo Alfvéns Ballett „Bergakungen” werden alte Sagengestalten zum Leben erweckt und behaupten sich in einprägsamen Melodien. Verzaubert von der mystischen Stimmung des skandinavischen Sommers werden die Zuhörer die anschließende Schlossbeleuchtung mit ganz anderen Augen sehen.